Alternatives Vorgehen bei der sog. "Pandemiebekämpfung"

Vorwort

Immer wieder kommt es vor, dass mainstream- u. politiktreue Bürger direkt bei unseren Demos kritisieren, dass wir nur gegen die Regierung wettern aber selbst keine Alternativvorschläge bringen können, die aufzeigen, wie man es besser hätte machen können. Dieser Frage wollen wir uns hier widmen.

In diesen Beitrag sind elementare Thesen von Prof. Dr. Dr. Harald Walach und vielen anderen Fachleuten mit eingeflossen. Der Immunologe Professor Dr. Stefan Hockertz brachte es auf den Punkt als er sagte: „Nicht das Virus macht uns krank, die Angst davor macht uns krank!“.

Eine weitere Feststellung stammt vom Immunologen Dr. Wolf Berting, der in einem Interview sagte:

Die ganzen Lockdown-Maßnahmen dienen ja nur der Kontaktvermeidung, d. h. es geht nur um die Verhinderung einer Infektion und nicht darum, wie der Körper mit dem Coronavirus zurechtkommt und welche medizinischen und sonstige Maßnahmen möglich sind, bei einem Krankheitsausbruch das Schlimmste zu verhindern.

  1. Nichttaugliche Lösung…großflächige Impfungen

Die einzige Antwort, die die Regierung anbietet, ist die Impfung. Die Impfung gegen SARS-CoV-2 birgt viele Probleme in sich. Zuerst einmal sind die neuen Impfstoffe, die keine üblichen Tot- oder Lebend-Impfstoffe sind, am Menschen vorher noch nie erprobt worden. Nebenwirkungen, die erst viel später auftreten können, daher völlig unbekannt. Für junge und ältere Menschen mit einem starken Immunsystem, sind die Nebenwirkungen meist heftiger, als die eigentliche Erkrankung.

Das Bundesamt für Sicherheit und Gesundheitswesen (BASG) in Österreich hat Ende April 2021 die Zahlen der Impfnebenwirkungen der letzten vier Monate herausgegeben. Das Ergebnis war, dass von 0,8 % aller geimpften schwere Nebenwirkungen gemeldet wurden. Die Quote ist damit gut viermal so hoch wie die Quote an einer schweren Corona-Verlaufserkrankung zu leiden. Bei der Geschlechterverteilung zeigt sich, dass 70 % der Frauen und 30 % der Männer von den schweren Nebenwirkungen betroffen sind.

60 % aller Nebenwirkungen traten bei der Altersgruppe 18 bis 44 Jahren auf. Also bei einer Gruppe, die am wenigsten einen schweren Erkrankungsverlauf mit SARS-CoV-2-Viren zu fürchten hat. 35 % aller Nebenwirkungen traten bei der Altersgruppe 45 bis 64 Jahren auf. Bei der Alterskategorie 65plus treten überraschender Weise nur 5 % aller Nebenwirkungen auf. Auch bei den Todesfällen gibt es überraschende Ergebnisse. Bei den insgesamt 2,7 Millionen geimpften gab es offiziell nur 82 Todesfälle, die in unmittelbaren Zusammenhang mit der Impfung stehen. Das sind umgerechnet 0,003 %. Das bedeutet, dass bei 100.000 geimpften Menschen 3 versterben. Interessant ist das, dass von den 82 gemeldeten Todesfällen 7 verstorbene auf das Konto des Impfstoffherstellers „Moderna“ gehen, 6 verstorbene auf das Konto von „AstraZeneca (Vaxzevria)“ und 69 verstorbene auf das Konto von „BioNTech/Pfizer“ (Comirnaty) gehen.

Fakt ist aber auch, dass der größte Teil der Nebenwirkungen nie gemeldet wurde und auch die Zahl der verstorbenen weitaus höher anzusetzen ist. Viele der vor allem älteren Menschen, die unmittelbar nach der Impfung verstarben, gelten nur dann als mögliche Impftote, wenn der Arzt, der den Totenschein ausstellt bei Todesursache „unbekannt“ ankreuzt. Nur dann erfolgt im Zusammenhang mit der Impfung eine Meldung an die Gesundheitsämter.

Ein weiteres Problem ist die Wirksamkeit der neuen Impfstoffe, die ähnlich zu betrachten ist, wie die Wirksamkeit bei den bereits bekannten Grippeimpfstoffen. Bei neuen Virus-Mutanten sind die Covid-Impfungen ähnlich schnell wirkungslos, wie wir das schon von den Grippeimpfstoffen her kennen. Demnach besteht bei der Covid-Impfung auch weiterhin die Gefahr, dass man sich mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren und erkranken kann.

Infolgedessen muss der Covid-Impfstoff regelmäßig an die neuen Virusmutanten angepasst werden und dann, so wie wir es schon vom Grippeimpfstoff kennen, regelmäßig 1-2 Mal im Jahr nachgeimpft werden. Drei wesentliche Unterschiede zum Grippeimpfstoff gibt es aber dennoch. Zum einen ist der Grippeimpfstoff ein Totimpfstoff, der inaktive Viren bzw. Bestandteile der Viren enthält, während Covid-Vakzine: RNA-Impfstoffe oder Vektorimpfstoffe sind, von denen es hinsichtlich ihrer Langzeitwirkung keinerlei Erfahrungen gibt. Zweitens, werden Grippeimpfstoffe nur für bestimmte Gefährdungsgruppen mit geschwächten Immunsystem empfohlen, während mit den neuen Covid-Impfstoffen auch Nichtrisikogruppen, wie Kinder und junge Erwachsenen mit völlig intakten und starken Immunsystem geimpft werden sollen. Drittens, die derzeit bekannten Nebenwirkungen der Covid-Impfstoffe sind um das vierzigfache höher, als bei den bisherigen Grippeimpfstoffen.

Die Vorgabe 80 % der Bevölkerung zu impfen, die von dem Virus nichts zu befürchten hat, stößt verständlicherweise auf Widerstand, weil die Risiken (s. o. BASG in Österreich) für Nichtrisikogruppen an den Impfstoffnebenwirkungen zu erkranken oder zu sterben, mindestens viermal höher ist, als durch SARS-CoV-2 einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Nicht berücksichtigt sind dabei auch noch mögliche Langzeitnebenwirkungen.

Dabei darf man aber auch nicht vergessen, das alle Covid-Impfstoffe nur eine vorläufige Zulassung haben, die mit einer epidemischen Notlage begründet ist. Die liegt definitiv nicht vor und trotzdem wird weiter geimpft, ohne dass es eine ordentliche Zulassung mit den erforderlichen Nachweisen für die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Impfstoffe gibt. Alle Impfstoffe unterliegen noch dem Gegenstand von Studien, die sich bis 2024 und darüber hinaus erstrecken. Über die Langzeitnebenwirkungen der Impfstoffe ist zum jetzigen Zeitpunkt nur wenig bekannt, obwohl bereits kurzfristige Nebenwirkungen in Form von schweren Blutgerinnseln und Todesfällen zu beobachten sind. Eine weitere Vermarktung bis zum Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit darf nicht weiter stattfinden. Ansonsten nimmt man billigend in Kauf, das die Menschen selbst, die lebenden Versuchskaninchen, solcher neuen experimentellen Impfstoffe sind.

Andere Länder haben bereits erkannt, dass wir lernen müssen, wie wir mit dem Virus leben können. Der von der Bundesregierung versprochene Sieg gegen das Virus, zumindest spätestens dann, wenn die ganze Welt geimpft wurde, kann als Propaganda oder vielleicht noch schlimmer, als verzweifeltes Wunschdenken abgetan werden. Das ganze Vorgehen erinnert ein wenig an den Klimawandel, den wir jetzt weltweit stoppen wollen und dass, obwohl es ihn schon immer gegeben hat. Diesen Wandel zu stoppen, ist ein ähnliches Wunschdenken, wie den SARS-CoV-2 zu eliminieren. Das Grenzt an Allmachtsfantasien, die Ebbe und Flut abschaffen möchten. Wir Menschen sind nicht Schöpfer, wir sind bestenfalls unbeholfene Nachahmer der Schöpfung. Mehr Demut und Realitätssinn, wären von solchen Politikern, Medien und NGO´s unbedingt einzufordern.

Fazit, die Covid-Impfung ist bestenfalls eine Lösung für gefährdete Randgruppen, soweit ihre Wirkung bewiesen und die Nebenwirkungen verhältnismäßig sind.

Die Schöpfung selbst hat uns einen allumfassenden Impfschutz mit in die Wiege gelegt und zwar unser eigenes Immunsystem, auch wenn uns ständig suggeriert wird, dass man nur noch mit einer Impfung gesund bleiben kann.

Auch hier einige Wahrheiten zu den Impfstoff Herstellern:

AstraZeneca war 2010 bereit, wegen Betrug 520 Millionen Dollar zu zahlen. Jonson & Jonson zahlte 2012 Geldbußen von über 1,1 Milliarden Dollar. Pfizer war 2009 bereit, im Betrugsverfahren eine Summe von 2,3 Milliarden Dollar zu bezahlen. GlaxoSmithKline, stand 2011 wegen Arzneimittelbetrug vor Gericht und zahlte 3 Milliarden Dollar (heute produziert er den Corona-Impfstoff für CureVac). Novartis zahlt 2010 wegen illegaler Medikamenten-Vermarktung 423 Millionen Dollar und produziert derzeit den CureVac Coronavirus-Impfstoff. Merck zahlte 2007 wegen Betrugs 670 Millionen Dollar und arbeitet heute an ein Covid-19-Medikament.

Soviel zu den Unternehmen, die nur das Beste für uns wollen.

  1. Medikamente eine wichtige Unterstützung für erkrankte

Mittlerweile gibt es bereits SARS-CoV-2-Medikamente, die teilweise im Zulassungsverfahren bei der EMA sind und auch schon Notzulassungen in der USA haben. Auch Boris Johnson, will bis Herbst ein Medikament zulassen, obwohl er davon ausgeht, dass bis dahin alle Briten geimpft sind. Ein Anwärter ist das Medikament- „Molnupiravir“ oder „MK-4482/EIDD-2801“, was ursprünglich als Grippemittel entwickelt werden sollte. Ein weiterer Kandidat ist das Testmedikament „Casirivimab/Imdevimab“, das seit November 2020 in den USA eine Notzulassung besitzt und auch auf Zulassung bei Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) geprüft wird. Bereits im Januar investierte die Bundesregierung 400 Millionen Euro in 200.000 Dosen des Antikörper-Medikaments. Ein weiteres Medikament ist der Antikörper-Cocktail „REGN-COV2“ von der US-Firma „Regeneron“ und der US-Firma „Eli Lilly“. Auch hierfür gibt es eine US-Notfallzulassung. Auch hier prüft die EMA auf Zulassung in Europa. Das Gesundheitsministerium hat für den Einsatz an Unikliniken bereits einige Chargen des Antikörper-Medikamentes eingekauft, dort soll es auch zum Einsatz kommen.

Ausgangssituation

Es gibt eine Virusmutante eines Coronavirus, welches wir seit Jahrzehnten kennen. Für sehr alte, ziemlich kranke und multimorbide Patienten, z.B. solche mit Diabetes-Folgeerkrankungen, mit koronarer Herzkrankheit und anderen chronischen Erkrankungen kann es gefährlich sein, für den Rest der Menschen praktisch nicht.

Die zentrale und wichtige Überlegung dabei ist, dass wir Menschen von Haus aus mit einem sehr guten Immunsystem ausgestattet sind, das sich über Jahrmillionen so entwickelt hat, dass wir in der Regel mit den Erregern, mit denen wir es schon lange zu tun hatten, sehr gut zurechtkommen. Es hat sich auch in einer Reihe von Studien gezeigt, dass der überwiegende Teil der Menschen aufgrund entweder der angeborenen, unspezifischen oder aufgrund der erworbenen Immunität gegen andere Coronaviren, wie diesem Erreger umgehen kann.

Eine weitere wichtige Überlegung ist, das Infektionsgeschehen zu analysieren, indem wir auf die infektiöse Triebkraft (Agens) der Bakterien, Viren oder Parasiten blicken, oder in dem wir die Fähigkeit des Wirts – also uns Menschen in den Blick nehmen, mit dem infektiösen Agens fertig zu werden. Die erste Strategie, also das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen ist dann besonders wichtig, wenn der Befall durch eine Infektion bei einem hohen Prozentsatz von Menschen zu Krankheit oder Tod führt. Das ist bei manchen Erregern – Pest, Ebola, Pocken, Cholera, Typhus, Tollwut, Polio z.B. – der Fall. Dann müssen wir auch drakonische Maßnahmen, wie Isolation, Quarantäne, also das ganze Arsenal der Verhinderung von Kontaktnahme mit dem Erreger auffahren, um schlimmeres zu verhindern. Wir wissen aber mittlerweile, dass dies nicht der Fall ist. Daher ist weitgehend nur die zweite Strategie, also die Fähigkeit des Wirtes, damit umzugehen, wesentlich. Wir als Wirt haben hierfür unsere Immunabwehr. Sie zu stärken ist dann die wesentliche Aufgabe. Nur dort wo die eigenen Immunabwehr nicht mehr richtig funktioniert, ist es ggf. sinnvoll auf die erste Strategie zurückzugreifen, also auf Quarantäne, Kontaktreduzierung usw.

  1. Strategie der Stärkung der eigenen Immunabwehr.

2.1. Reduktion der Angst und Beruhigung

Angst ist eine tiefsitzende physiologische Reaktion, die sinnvoll ist im Kontext einer realen Bedrohung und dann auch kurzfristig unsere Reserven, auch unsere Immunreserven, mobilisiert. Wenn sie zu lange anhält und vor allem, wenn kein Ausweg sichtbar ist, führt sie zur Lähmung, auch immunologisch. Dann wird die Fähigkeit unseres Immunsystems, mit Bedrohungen umzugehen, gefährlich kompromittiert. Was die Politik und die Medien seit Beginn der Krise getan haben und bis heute noch tun, ist vor allem Angst zu schüren. Dieses Vorgehen ist kontraproduktiv, politisch dumm und medizinisch gefährlich. Notwendig wäre eine maßvolle Art der Kommunikation, die die Gefahr dort betont und bekämpft, wo sie real vorhanden ist und den Rest der Gesellschaft nicht unnötig beunruhigt. Das ziellose Kommunizieren von „Fällen“ und „Inzidenzen“ ohne direkten Bezug zu klinischen Ergebnisparametern ist angstfördernd und damit immunkompromittierend, also Schwächt die eigene Immunabwehr.

2.2. Stärkung der Immunkompetenz

Mittlerweile ist eine Reihe von Möglichkeiten, die Immunkompetenz zu stärken, bekannt. Die vielleicht wichtigste Maßnahme ist eine angemessene Versorgung mit Vitamin D3, ca. 2.000 international Einheiten (IE) pro Tag, u.U. mehr (zusammen mit Fett und anderen Vitaminen und Spurenelementen wie K2 und Magnesium). Wir wissen, dass Vitamin D3 selbst bei den Menschen, die viel im Freien sind, in den Monaten zwischen Oktober und April in unseren Breiten kaum gebildet wird. Denn dann ist in unseren Breiten der Einfallswinkel der Sonne zu flach. In den Wintermonaten lebt der Mensch von den Reserven des Sommers, die im Fettgewebe gespeichert sind. In unseren Breiten ist eine Unterversorgung mit dem Vitamin D3 oft die Regel. Es ist auch nicht verwunderlich, dass einer der stärksten Indikatoren für die Anzahl der Todesfälle mit Covid-19 die geographische Breite und damit die Sonneneinstrahlung ist.

Man kann sie als ein Maß des Körpers ansehen, Vitamin D zu bilden, das ja bekanntlich vom Organismus durch Sonneneinstrahlung auf die Haut selbst gebildet wird. Weil das im Winter und in unseren Breiten schwierig ist, wäre eine flächendeckende Versorgung mit Vitamin D3 im Winter auf jeden Fall zielführender, billiger und wirkungsvoller, als die flächendeckende Verteilung von Gesichtsmasken. Es gibt eine ganze Reihe von Studien, die zeigen, dass Menschen mit besserem Vitamin D – Spiegel weniger schwer erkranken. Es gibt sogar eine Interventionsstudie, die zeigt, dass Menschen mit schwerem Covid-19 durch aktiviertes Vitamin D in fast allen Fällen geheilt werden konnten.

Andere wichtige Mikronährstoffe, die für die Stärkung des Immunsystems wichtig sind – Radikalfänger wie Vitamin C, Vitamin E, Selen und Zink wären ebenfalls zu diskutieren. Wissenschaftler hätten längst schon eine kleine Feldstudie mit flächendeckender Vergabe von den genannten Nährstoffen durchführen und die Ergebnisse dann mit anderen Regionen vergleichen können.

Allein schon die Bevölkerung darauf hinzuweisen, dass sie sich mit derlei Maßnahmen selbst aktiv etwas Gutes tun kann, ist bereits sehr hilfreich, weil es die Selbstwirksamkeit erhöht und damit die Ressourcen gegen die Angst stärkt.

  1. Systematische Kultur des Bewusstseins

Alles, was der Angst, der Panik, der Hetze entgegenwirkt, ist in einem solchen Falle hilfreich. Vielleicht der wichtigste Nebeneffekt der Homeoffice-Verbreitung dürfte für manche sein, dass sie weniger gehetzt sind. Aber der negative Effekt, dass sie mehr unter Stress stehen, dass man sich als Familie auf engem Raum rascher auf die Nerven gehen kann. Daher ist es vielleicht gerade in Zeiten wie diesen von Bedeutung, dass Menschen lernen, in ihren Alltag kontrolliert, regelmäßig und konsequent eine Zeit der geistigen (!) Hygiene einzubauen.

In dieser Zeit wäre es wichtig, sich von allen Informationsquellen – Lesen, Radio hören, Musik hören, Filme schauen – zurückzuziehen, um den Kopf frei zu bekommen. Es geht dabei nicht ums „chillen“ oder „abhängen“, also das ziellose Herumsitzen, obwohl auch das manchmal sehr hilfreich sein kann. Es geht vielmehr um eine Kultur und Hygiene des Geistes, die man durch eine konsequente Übung, z.B. von Meditation, Yoga, Tai Chi, Chi Gong, besinnliches Gebet oder was auch immer erreichen kann. All diese Übungen haben letztlich einen Zweck: den Geist zu säubern von unnötiger Information und von den ewigen Gedankenspiralen. Von Sorgen und von Überlegungen, die nirgendwohin führen. Je nachdem, welcher Tradition man folgen will, geht es dabei mehr um die Reinigung und Beruhigung des Geistes, um für tiefere, feinere Empfindungen offen zu werden. Oder um das Wahrnehmen der Prozesse, die im Geist zu unangenehmen Emotionen und Empfindungen Anlass geben. Oder um das Offenwerden für Inspirationen. Und manchmal um alles gleichzeitig.

Das psychologische Resultat einer solchen regelmäßigen Übung ist meistens mehr Widerstandskraft, eine größere Fähigkeit, mit Belastungen und Herausforderungen richtig umzugehen und sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen zu lassen, wenn etwas Belastendes passiert. Um dies zu erreichen, ist eine gewisse Regelmäßigkeit hilfreich, täglich, idealerweise ca. 20-30 Minuten.

Allein durch körperliche Hygiene sind mehr Leben gerettet worden als durch alle medizinischen Interventionen und Erfindungen zusammen. Wir verwenden ca. 30 Minuten pro Tag auf körperliche Hygiene, wenn wir alle Zeit im Badezimmer und WC zusammenrechnen, manche Menschen auch mehr. Soviel Zeit sollte uns unser Geist auch wert sein.

Es ist kaum auszudenken, welche Veränderungsprozesse durch einen kulturellen Wandel eingeleitet würden, der dazu führt, dass alle Menschen so viel Zeit auf geistige Hygiene verwenden, wie sie für körperliche Hygiene aufwenden.

Einige wichtige Begleitmaßnahmen könnten dabei hilfreich sein:

-> Informationsquellen, die einfach nur Unruhe und Panik erzeugen, meiden; für die Einen könnten das die Nachrichten, das Radio oder die Zeitung sein, für andere vielleicht die Social-Media-Kanäle.

-> Informationsfluten stoppen; Informationsfasten, also das Leben ohne Information, für eine bestimmte Zeit, kann bewirken, dass man plötzlich feststellt, wie gut man ohne die vielen Informationen leben kann und wie wenig man sie nach einer gewissen Zeit vermisst. Informationen und ihre Quellen können genauso süchtig machen, wie Alkohol oder Tabak. Man braucht meistens ein paar Tage, um sich von ihnen zu befreien, und plötzlich ist man ein anderer Mensch.

-> Multitasking und Doppelbelastungen beenden; wir Menschen sind keine Multitasker und wer es trotzdem tut, macht meistens mehr Fehler und gewinnt langfristig wenig. Vor allem führt Multitasking auf lange Sicht zu emotionaler Erschöpfung.