Woher kommt unser Name

Der Titel des Buches von E. M. Forster aus dem Jahre 1909 „Die Maschine steht still“ ist gleichsam der Name unserer Gemeinschaft. Darin wird eine dystopische Welt in einer fernen Zukunft dargestellt, die auf verblüffende Weise dem „modernen“ Heute gleicht:

Die Menschen leben in einer unterirdischen, abgekapselten Welt, in wabenartigen Zellen, die mit allem nötigen Komfort ausgestattet sind. Ihr Alltag ist durch die Dienstleistungen der „Maschine“ perfekt geregelt, sie versorgt die Menschen mit allem was sie zum Überleben brauchen. Ohne das Bedürfnis nach persönlichen Begegnungen kommunizieren sie ausschließlich über ein Bildtelefoniegerät, mit dem sie untereinander vernetzt sind. Alles Körperliche, alles Sinnliche wird durch synthetische Substitute ersetzt.

Doch nach und nach geht das Wissen, das hinter der omnipotenten Technik steckt, verloren. Die dehumanisierte Menschheit ist gefangen in ihrer Abhängigkeit von einer denkenden Apparatur, die sie nicht mehr kontrollieren kann.

„Die Maschine als technologische Mutter muss an einem bestimmten Punkt ihre Parasiten abwerfen, um sie wieder in einen erwachseneren Zustand zu versetzen, sie zurück ‚in die Welt‘ zu werfen.

Etwas, das für uns im Internetzeitalter sehr wichtig ist. In den 1960er und 1970er Jahren waren die Menschen auf den Straßen, haben Experimente mit dem Körper, der Sexualität und der Politik gemacht. All das entwickelt sich schon seit langer Zeit allmählich zurück und verkümmert immer mehr zugunsten eines Lebens in der kuscheligen Komfortzone mit permanenter Musik-, Porno- und Filmversorgung (und Lieferservices).

Doch mit dem erzwungenen Lockdown und Slogans wie: „Wir bleiben zu Hause aus Zeichen der Solidarität“ ist eine neue Epoche der Angst und Vereinsamung entstanden, die durch eine überflüssige und schädliche Maskenpflicht und Abstandsregelung noch weiter pervertiert wurde. Kein flüchtiges Lächeln, kein spontanes Gespräch, kein Flirt mit Unbekannten, nur ängstliches Alleinsein, zuhause in den eigenen vier Wänden. Das ist die neue Normalität in der Jetztzeit. Kommunikation findet zunehmend nur noch per Internet, Smartphone oder 4K-TV statt und fürs Überleben sorgt der Staat – ähnlich wie die „Maschine“ – durch Kurzarbeitergeld oder Hartz 4. Die Außenwelt wird ignoriert, findet einfach nicht mehr statt, die eigene Filterblase ist zur omnipräsenten Wahrheit geworden. Nur selten noch ein Aufschrecken, wenn ferngesteuerte Sprechpuppen lautstark auf den Straßen zu gewaltsamen Demonstrationen aufrufen. Ja, dann reift die Erkenntnis, dass die Welt dort draußen nur böse und gefährlich ist und wir fangen an sie zu vergessen. Zugegeben, eine recht düstere Prophezeiung doch die ersten Anzeichen sind schon deutlich erkennbar. Wir können der apokalyptischen „Weissagung“ von E. M. Forster nur dann entfliehen, wenn wir die Menschen wieder zusammenbringen und gemeinsam gegen die Profiteure der Angst und die skrupellosen Machteliten vorgehen.

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen die sie kennen.